Nach einer der volatilsten Handelswochen aller Zeiten steuerten die Ölpreise zum Ende der letzten Woche auf einen neuen Höchststand zu. Auch zu Beginn der neuen Handelswoche sorgt der Nahost-Konflikt dafür, dass die Preise an den Ölbörsen steigen.
Trotz der amerikanischen Bemühungen, unter anderem durch Sanktionslockerungen gegen Russland die Preise zu senken, handelt die Nordseesorte Brent weiterhin im Bereich von 100 Dollar je Fass. Ebenso wenig konnte der Entscheid der Internationalen Energieagentur (IEA), bis zu 400 Millionen Fass Öl aus den strategischen Reserven auf den Markt zu bringen, die Märkte beruhigen. Der weltweite Verbrauch liegt bei etwas mehr als 100 Millionen Fass pro Tag; die Ausfälle im Nahen Osten belaufen sich laut Analysten aktuell auf etwa 6 Millionen Fass pro Tag. Mit anhaltender Sperrung der Strasse von Hormus dürfte diese Menge allerdings weiter steigen. Die Marktteilnehmer stellen sich denn auch auf weitere Turbulenzen ein, nachdem der Iran angekündigt hat, die Meerenge faktisch geschlossen zu halten. Insgesamt bleibt der Ölmarkt von anhaltenden Unsicherheiten und damit auch starker Volatilität geprägt, solange keine Klarheit über die Öltransporte durch die Strasse von Hormus besteht. Zuletzt forderte US-Präsident Trump die NATO-Partner der USA und andere Länder wie China dazu auf, sich an der Sicherung des Schiffsverkehrs durch die Meerenge zu beteiligen.
