«Synthetische flüssige Brenn- und Treibstoffe werden in geschlossenen Energiekreisläufen eher früher als später eine wichtige Rolle einnehmen.»

So lautete die Kernbotschaft von Andreas Züttel anlässlich der Informationsveranstaltung «Heizen mit Öl». Der Professor an der EPFL Wallis hob vor rund 250 Besucherinnen und Besuchern im Kultur- und Kongresszentrum La Poste in Visp die hohe Energiedichte flüssiger Energieträger hervor: «Im Vergleich zu Batterien bleiben flüssige Energieträger auch in Zukunft unschlagbar.»

In Professor Züttels Labor in Sion werden Methoden für die Produktion und Speicherung solcher E-Fuels entwickelt. Die sinkenden Produktionskosten von CO2-freien E-Fuels aus erneuerbarem Strom werde diese früher marktfähig machen, als man heute allgemein erwarte, sagte Züttel.

Diese Perspektive ist auch für die Behörden des Kantons Wallis von Interesse, unterstrich Pierre-Yves Cina von der Dienststelle Energie und Wasserkraft. Der Kanton verfolgt die Strategie, sich bis 2060 ausschliesslich mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Insbesondere für Bergkantone ist die Aussicht auf CO2-freie Brenn- und Treibstoffe, die sich nahtlos in die bestehende Infrastruktur einfügen, vielversprechend.

Martin Stucky von Avenergy Suisse rundete die Ausführungen mit einigen statistischen Angaben ab. Trotz wachsender Bevölkerung und stets zunehmendem Verkehr sinkt der CO2-Ausstoss aus der Verbrennung fossiler Energien in der Schweiz. Diese technologische Erfolgsgeschichte werde noch immer zu wenig geschätzt, stellte Martin Stucky fest.

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