Marktbeobachter rechnen diese Woche mit einer grossen Volatilität. Im Zentrum des Interesses stehen das Treffen der OPEC und der offene Handelsstreit zwischen den USA und China.

Vor dem Treffen der OPEC am 5. und 6. Dezember steigt die Verunsicherung der Händler und damit die Volatilität an den Märkten. Dafür sprechen mehrere Faktoren. Unklar ist, ob die OPEC ihre Förderquoten kürzt oder beibehält. Die Ölproduzenten Russlands sprachen sich für eine Beibehaltung der Produktionsquoten und gegen eine Verlängerung des aktuellen Abkommens aus. Welche Position Russlands Ölministerium beim Meeting in dieser Woche vertreten wird, ist allerdings noch unklar.

Der irakische Ministerpräsident, Adel Abdul-Mahdi, hat seinen Rücktritt am Wochenende angekündigt. Dies könnte ebenfalls für Instabilität am Markt sorgen. Mahdi und dessen Ölminister Ghadbhan hatten die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe mitgetragen. Wer als neuer Ministerpräsident folgt, ob der bisherige Ölminister im Amt bleibt und ob die neue Führung die Produktionskürzungen ebenfalls weiter unterstützen, ist noch offen.

Noch immer herrscht auch Unklarheit in Bezug auf den Handelsstreit zwischen den USA und China. Energiehändler seien besorgt, heisst es. Hintergrund ist die Unterstützung für den Hongkong-Gesetzesentwurf durch den amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Dies belaste die Beziehungen zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt zusätzlich.

Finanzmarktexperten und Ökonomen sehen in einem Deal einen Impulsgeber für ein besseres Wirtschaftswachstum und eine grössere Nachfrage nach Öl im kommenden Jahr. Im Handelsstreit hatte China den USA zuletzt mit starken Gegenmassnahmen gedroht, wenn man das neue Hongkong-Gesetz nutzen sollte, um neue Sanktionen gegen China zu verhängen. Dass es noch vor Jahresende zu einer Einigung kommt, gilt als unwahrscheinlich.

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